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< Termin 131/136 >

Informationen zum Termin 06. März 17

Nummer 0160
Datum 06. März 17 Mo
Zeit 19:30 Uhr
Ende 21:00 Uhr
Ort JUDAICA der Synagogen- Gemeinde Köln, Roonstraße 50
Veranstaltung Vortrag: Das Israelitische Asyl für Kranke und Altersschwache
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Langtext Zur Geschichte des jüdischen Krankenhauses in Köln
Vortrag von Dr. Barbara Becker-Jákli
In der Entwicklung des Israelitischen Asyls spiegelt sich die Geschichte der jüdischen Bevölkerung Kölns von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Es ist daher ein bedeutender Ort der Kölner Stadtgeschichte.

Um 1850 begann die Synagogen-Gemeinde Köln mit dem Aufbau eines umfangreichen Wohlfahrtswesens, das teilweise zum Vorbild für andere jüdische Gemeinde in Deutschland wurde. 1908 zog das Hospital vom Severinsviertel in einen Neubau in Ehrenfeld. Bis 1933 war das Krankenhaus mit seinem jüdischen
Personal von bis zu 80 Prozent nichtjüdischen Kranken belegt. Mit dem Ausschluss der Juden aus dem allgemeinen Gesundheitswesen wurde das Krankenhaus die wichtigste Einrichtung zur medizinischen Versorgung der jüdischen Bevölkerung. Mitte 1942 ließen die Behörden das Krankenhaus räumen; Patienten und Personal wurden in das Sammellager
Müngersdorf gebracht und schließlich deportiert.

1945 wurden die stark beschädigten Gebäude Sitz der sich neu konstituierenden Gemeinde. 1950 übernahm das belgische Militär Teile der Anlage, später das gesamte Terrain. Nach dem Abzug des Militärs 1995 begannen Planungen für eine erneute Nutzung des Geländes durch die Synagogen-Gemeinde.

2003/04 konnte das Jüdische Wohlfahrtszentrum eröffnet
werden.
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