Vortrag: „Nun geh hin und lerne“

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Vortrag: „Nun geh hin und lerne“

22. Juni, 19:3021:00

Lernen als Ideal und Praxis im Judentum

Vortrag von Dr. Ursula Reuter

Nicht zufällig erhielt das jüdische Gymnasium in Köln bei seiner Gründung 1919 den Namen Jawne: Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 70 n.d.Z. gründete Jochanan ben Sakkai in der Stadt Jawne ein Lehrhaus. Damit schuf er die Basis des rabbinischen Judentums und sicherte das Weiterbestehen der jüdischen Religion.

Lernen – das gemeinsame Studium der religiösen Texte, ihre Diskussion und Kommentierung – ist ein zentraler Bestandteil des Judentums. Zwar richtet sich das Gebot des Torastudiums nach traditionellem Verständnis ausschließlich an die Männer, doch werden schon im Talmud gelehrte Frauen wie Berurja genannt. Das Ideal des Lernens führte spätestens seit dem 19. Jahrhundert zu einer Wertschätzung säkularer Bildung, die jüdische Frauen nicht weniger ansprach als jüdische Männer.
Heute gibt es ein breites Spektrum jüdischer Bildungsstätten, die religiöses und säkulares Lernen auf vielfältige Weise miteinander verbinden.

Der Eintritt beträgt 6€ bzw. 3€ für MitgliederInnen und 2€ für SchülerInnen und Studierende.

 

Details

Datum:
22. Juni
Zeit:
19:30 – 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

JUDAICA der Synagogen-Gemeinde Köln
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