Die Geschichte des Jüdischen Frauenbundes von 1904 bis 1938

Vortrag von Marianne Brentzel am 12. November 2019 um 19.30 Uhr in der Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln, Roonstraße 50, 50674 Köln.

Eintritt: 3 EUR

Ohne Bertha Pappenheim ist die Entwicklung einer weiblich bestimmten jüdischen Sozialarbeit in Deutschland nicht denkbar. Schon vor der Jahrhundertwende gab es diverse jüdische Wohltätigkeitsverbände, in denen Frauen der jüdischen Mittelschicht die ärmeren Glaubensschwestern unterstützten. Doch erst die Gründung des reichsweiten Jüdischen Frauenbundes (JFB) 1904 eröffnete eine neue Qualität der Sozialarbeit und der Vernetzung im Deutschen Reich. Damit hatte die jüdische Frauenbewegung eine Bedeutung erlangt, die auch in den männerdominierten Gemeinden und Gremien nicht mehr zu ignorieren war. Dem Jüdischen Frauenbund ging es um „alles, was die jüdische Frau betrifft.“ 1904 einigte man sich auf drei Ziele: Den Mädchenhandel bekämpfen, das jüdische Gemeinschaftsgefühl stärken und die Lage der arbeitenden jüdischen Frauen und Mädchen verbessern. Bertha Pappenheim wurde für lange Jahre seine prägende Vorsitzende des JFB.

Marianne Brentzel veröffentliche 2004 eine Biografie über Bertha Pappenheim.