Jüdisches Leben in Kalk – integriert, ausgegrenzt, verfolgt

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Jüdisches Leben in Kalk – integriert, ausgegrenzt, verfolgt

13. Oktober, 19:30

Jüdisches Leben in Kalk – integriert, ausgegrenzt, verfolgt

Vortrag mit Dr. Fritz Bilz

Am 13.10.2022
Um 19:30 Uhr
Ort Judaica, Synagogen-Gemeinde, Roonstr. 50, 50674 Köln

Diese Veranstaltung findet gemäß den am Veranstaltungstag und -ort geltenden Corona-Regeln statt. 

Hier finden Sie das vollständige Programm.

 

Im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zu 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland hat die Kalker Geschichtswerkstatt jüdisches Leben in Kalk aufgearbeitet. Eine Broschüre und mehrere Veranstaltungen dokumentierten die Ergebnisse. Seit 1858 ist jüdisches Leben in Kalk nachgewiesen. Immer mehr jüdische Menschen zogen dorthin. Vor 1850 war Kalk nur ein Dorf, nun siedelten sich immer mehr Fabriken an. Dadurch kamen immer mehr Einzelhandelsgeschäfte nach Kalk. Viele wurden von Jüdinnen und Juden betrieben. Ihre Zahl stieg auf rund 200 zu Beginn der 1930er Jahre. Über 30 jüdische Geschäfte gab es in Kalk, hauptsächlich Bekleidungsläden und Metzgereien. Die Judenwaren in Kalk integriert, im Innungsvorstand der Metzgereien, im Kaufmannsgericht, im Stadtrat und in den Vereinen führend vertreten. Sie fühlten sich als Kalker, Rheinländer, Deutsche. Die Nazis zerstörten dies, sie grenzten sie aus, enteigneten die Geschäfte, ermordeten die Inhaber und ihre Familien. Nur wenig jüdisches Leben gibt es heute wieder in Kalk.

Der Historiker Dr. Fritz Bilz engagiert sich u.a. in der Geschichtswerkstatt Kalk

Details

Datum:
13. Oktober
Zeit:
19:30
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