Liberales Judentum. Geschichte und Gegenwart

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Liberales Judentum. Geschichte und Gegenwart

21. Juni, 19:3021:00

Onlineveranstaltung Vortrag von Natalia Verzhbovska

Das liberale Judentum entstand im 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum. Rabbiner machten sich Gedanken über Reformen in der Liturgie und der Lebenspraxis. Sie sahen eine Notwendigkeit, eine Balance zwischen der religiösen Observanz und den Herausforderungen der Moderne zu finden. Die traditionellen Rabbiner bildeten als Reaktion dazu eine Orthodoxie.
Neue Wege wollten Frauen seit den 1920er Jahren gehen. 1935 wurde die erste Rabbinerin der Welt, „Fräulein Rabbiner“ Regina Jonas aus Berlin, ordiniert. Nach 1945 wandten sich liberale Juden in den USA als Reaktion auf die Schoah dem traditionellen Judentum zu. Doch setzte sich allgemein in den 1970er/80er die Gleichstellung der Frau in Rabbinat und Kantorat durch. Ein liberales Rabbinerseminar – Abraham Geiger Kolleg – wurde 1999 in Potsdam gegründet und eine Union Progressiver Juden ins Leben gerufen. Heute sind in Deutschland etwa 10.000 Juden der liberalen Bewegung zuzurechnen.

Natalia Verzhbovska ist Rabbinerin des Landesverbandesprogressiver jüdischer Gemeinden in NRW.

Link zum Veranstaltungsstreaming: https://www.youtube.com/watch?v=tn3HTlh1h0k

Flyer zur Veranstaltung: 2021_1

Details

Datum:
21. Juni
Zeit:
19:30 – 21:00
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