Opferfantasien – Über den Antisemitismus in der Querdenken-Bewegung

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Opferfantasien – Über den Antisemitismus in der Querdenken-Bewegung

23. Juni, 19:00

Opferfantasien – Über den Antisemitismus in der Querdenken-Bewegung

Vortrag mit Daniel Burghard 

Am 23.06.2022
Um 19 Uhr
Ort Online

Wir bitten um Anmeldung per Email an anmeldung@koelnische-gesellschaft.de

Hier finden sie das vollständige Programm

 

Die Literatur zur Antisemitismusforschung ist voll von Opfer-Figuren. Figuren, die jedoch nicht, wie prima facie zu vermuten wäre, Opfer von Antisemit:innen sind. Vielmehr handelt es sich dabei meist um antisemitische Personen oder Gruppierungen, die sich als Opfer fühlen. Dieses Phänomen ist nicht neu. Bereits die Kritischen Theorie zeigte in den 1930er und 40er Jahren, dass die Konstitution des Antisemitismus immer mit einer psychischen Entlastung verbunden ist, deren emotionaler Mehrwert über die Selbstviktimisierung begründet und legitimiert wird. Der Vortrag schließt an die Studien der Kritischen Theorie an und zeichnet diese Tendenzen anhand der gegenwärtigen Querdenken-Protesten nach.

Daniel Burghardt ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt soziale Ungleichheit und Bildung an der Universität Innsbruck. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Erziehungs- und Bildungsphilosophie, Kritische Pädagogik und Psychoanalytische Pädagogik.

Details

Datum:
23. Juni
Zeit:
19:00