Vortrag: Auf der Suche nach dem gelobten Land – Jüdische Jugend in der Weimarer Republik

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Vortrag: Auf der Suche nach dem gelobten Land – Jüdische Jugend in der Weimarer Republik

2. Dezember, 19:30

Vortrag von Harald Lordick

Die jüdische Jugend der Weimarer Republik war in hohem Maße und mit welt­anschaulich breitem Spektrum organisiert. Eine Vielzahl von Vereinen bot in dieser von Krisen gekennzeichneten Zeit ihren Mitgliedern Freizeit- und Bildungs­angebo­te. Auch autonome Jugend­bünde versam­mel­ten Jugendliche, die neue Lebens- und Arbeits­perspektiven suchten, nicht selten mit zionistischer Haltung. Gemeinsam war allen die Rückbesinnung auf die jüdische Tradition. Auch deshalb setzte sich in den Gemeinden die Erkenntnis durch, dass Jugendarbeit auch einen Ort braucht – der Ruf nach jüdischen Jugendheimen wurde laut.

Mit den zunehmenden Ausgrenzungs­erfahrungen in der nichtjüdischen Umwelt und der heraufziehenden NS-Herrschaft wurden die Heime, Vereine und Bünde Halt und Rückzugsorte. Überlebende der Schoah erinnerten Jahrzehnte später ihre jugendbewegte Zeit als eine nachhaltig prägende, rettende Phase ihres Lebens.

Harald Lordick ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Steinheim-Institut in Essen.

Eintritt: 3 EUR

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Rahmen der Lehrhaus-Reihe.

Flyer zur Veranstaltung

 

Details

Datum:
2. Dezember
Zeit:
19:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

JUDAICA der Synagogen-Gemeinde Köln
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