Am 1. Dezember 2025 wurde Herbert Rubinstein im Käthe Kollwitz Museum Köln mit dem Giesberts-Lewin-Preis ausgezeichnet.
Herbert Rubinstein wurde 1936 in Czernowitz geboren. Seine Kindheit war vom Leben im Ghetto und von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten geprägt. Dank falscher Papiere gelang seiner Mutter und ihm die Flucht über Polen und Prag nach Amsterdam, wo er auch die ersten Nachkriegsjahre verbrachte. Schließlich führte sie ihr Weg nach Düsseldorf, wo sie sich dauerhaft niederließen und eine Damengürtelfabrik aufbauten.
Es ist maßgeblich Herbert Rubinstein zu verdanken, dass 1993 die erste jüdische Grundschule im Rheinland der Nachkriegszeit und 2016 das erste jüdische Gymnasium in NRW entstehen konnten. Rubinstein trug jedoch nicht nur in besonderem Maße zur Stärkung der jüdischen Community bei. In zahlreichen Zeitzeugengesprächen berichtete er u.a. an Schulen über seine Erlebnisse von Verfolgung und Flucht während der NS-Zeit. Zudem brachte er im Rahmen von Synagogen- und Friedhofsführungen zahlreichen Heranwachsenden jüdische Kultur und Religion nahe.
Für sein herausragendes Engagement wird Herbert Rubinstein der Giesberts-Lewin-Preis verliehen.
Bild: privat
Die Broschüre zur Preisverleihung mit Verschriftlichungen der gehaltenen Reden stellen wir Ihnen hier gratis zum Download bereit.


