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Online-Vortrag „Antisemitismus bekämpfen – Kunstfreiheit wahren. Ein Widerspruch?“

November 6, 2025 | 14:30 - 16:30

Strategien gegen antisemitische und andere menschenverachtende Inhalte im Kulturbetrieb

Referentin: Dr. Nina Keller-Kemmerer

Spätestens seit der Documenta 15 ist die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Kunst zu einer gesellschaftlich breit geführten Debatte geworden. Dabei stehen sich häufig zwei Positionen gegenüber: das Plädoyer für eine nahezu uneingeschränkte Kunstfreiheit einerseits und die Kritik an antisemitischen Darstellungen andererseits, verbunden mit der Forderung, diese nicht mit öffentlichen Geldern zu fördern. Die Juristin Dr. Nina Keller-Kemmerer geht in ihrem Vortrag der Frage nach, welche Bedeutung die Debatte für Akteur:innen in öffentlich getragenen Kultureinrichtungen aus rechtlicher Perspektive hat. Was umfasst die Kunstfreiheit und durch welche Rechtsgüter kann sie begrenzt werden? Wer kann sich in öffentlich geförderten Kultureinrichtungen auf die Kunstfreiheit berufen und wer nicht? Und konkret: Was können der Gesetzgeber und die Kultureinrichtungen tun, um dazu beizutragen, dass staatliche Förderungen von Kunst nicht zur Verbreitung diskriminierender oder antisemitischer Inhalte beitragen?

Einführend zum Vortrag von Dr. Nina Keller-Kemmerer gibt das Projekt „Shift – Antisemitismuskritische Bildung & Beratung für Institutionen“ anhand aktueller Beispiele eine kurze Übersicht zu den Erscheinungsformen des Antisemitismus im Bereich Kunst und Kultur.

Über die Referentin
Dr. Nina Keller-Kemmerer ist Rechtswissenschaftlerin und forscht zu den Schwerpunkten Antisemitismus und Recht sowie Völkerrechtsgeschichte aus globalhistorischer Perspektive und Rechtslinguistik. Von Oktober 2021 bis Januar 2025 koordinierte sie das Forschungsprojekt „ASJust – Antisemitismus als justizielle Herausforderung“, in dessen Rahmen sie insbesondere zu den Themen „Antisemitismus als Rechtsbegriff“ und „Antisemitismus und staatliche Kunstförderung“ forscht.

Am: 06.11.2025
Um: 14:30 -16:30 Uhr
Ort: online über die Software Zoom

Anmeldung erforderlich bis zum 02.11.2025 unter shift@koelnische-gesellschaft.de

Den Flyer mit allen Informationen zu der Veranstaltung können Sie hier einsehen und herunterladen.

Eine Veranstaltung des Projekts „Shift – antisemitismuskritische Bildung & Beratung für Institutionen“ der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.. Gefördert von der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen als auch dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms DemokratieLeben!

Details

  • Datum: November 6, 2025
  • Zeit:
    14:30 - 16:30
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

  • online