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Lehrhaus-Reihe „Jüdisches Leben in Köln während der Weimarer Republik“ | Teil 2: Biographische Beispiele

10. Juni | 19:30 - 21:00

Referent: Christoph Nonn

Während die jüdischen Zuwanderer aus Osteuropa zunächst etwa ein Fünftel der jüdischen Bevölkerung Kölns ausmachten, wuchs ihre Zahl schnell, weil ihre Kinderzahl deutlich höher war. Auch ihre wirtschaftliche Situation und religiöse Orientierung unterschied sich meist deutlich von der ihrer alteingesessenen Glaubensgenossen. Während die Zuwanderer meist als Arbeiter oder Kleinhändler ihr Geld verdienten, waren die Alteingesessenen häufig in gehobenen bürgerlichen Berufen tätig. Soweit sie überhaupt religiös waren, gehörten sie überwiegend der liberalen Synagoge in der Roonstraße an, weniger der orthodoxen Synagoge in der Glockengasse. Viele der Zuwanderer engagierten sich dagegen in der orthodoxen Adass Yeshurun in der St. Apern-Straße. Daneben existierte noch eine jüdische Gemeinde in Ehrenfeld, die 1927 in der Körnerstraße einen neuen Synagogenbau einweihte.

Biographisch fassbar sind vor allem die großbürgerlichen Alteingesessenen. Nur sie haben in der Regel Lebenserinnerungen geschrieben oder andere Quellen in großem Umfang hinterlassen. Ihre Rolle in der Kölner Kommunalpolitik, Wirtschaft und Kulturleben soll hier an Beispielen nachgezeichnet werden.

Am 10.06.2026
Um 19:30 Uhr 
Ort Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Aufgrund der bedauerlichen Sicherheits­problematik jüdischer Einrichtungen bitten wir um Verständnis für die notwendigen Einlass­kontrollen in der Roonstraße. Führen Sie bitte einen amtlichen Lichtbildausweis mit sich. Wegen der Kaschruth-Bestimmungen dürfen Lebensmittel oder Getränke (außer Wasser und Babynahrung) nicht mitgeführt werden.

Details

  • Datum: 10. Juni
  • Zeit:
    19:30 - 21:00