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„Die jüdische Wunde. Leben zwischen Anpassung und Autonomie“ – Ein Gespräch mit Natan Sznaider

Oktober 14, 2024 | 19:00 - 20:30

Gespräch mit Joachim Frank (Chefkorrespondent DuMont), Prof. Dr. Natan Sznaider (Soziologe und Autor des Buchs „Die jüdische Wunde“) und Dr. Navid Kermani (Schriftsteller)

aus der Reihe „frank&frei“, eine Talkreihe des Kölner Stadt-Anzeigers in der Karl Rahner Akademie

Die Deutschen lieben Nathan. Doch Lessings Bühnenfigur konnte die Hoffnung, dass es eines Tages keine Rolle mehr spielen werde, ob jemand Jude ist, nicht erfüllen. Und als Hannah Arendt 1959 den Lessing-Preis entgegennahm, sprach sie sich in ihrer Dankesrede ausdrücklich gegen diese Idee der Assimilation aus, die am Ende zum Verschwinden jüdischer Identität führen würde. Das jüdische Dilemma zwischen Anpassung und Autonomie konnte seit der Aufklärung nicht aufgelöst werden – auch der Staat Israel steht in dieser Spannung zwischen säkularer und religiöser Identität. Natan Sznaider ist überzeugt, dass dieser Widerspruch nie verschwinden wird. Was spricht dagegen, ihn zu akzeptieren, und anzuerkennen, dass wir immerhin als Ungleiche gleich sind?

 

In Kooperation mit der Melanchthon-Akademie und der Karl Rahner Akademie.

 

Am 14.10.2024
Um 19:00 Uhr
Ort Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 4-8, 50676 Köln

Gebühr bei Voranmeldung: 10,00 € (ermäßigt 5,00 €)
Anmeldung über die Website der Karl Rahner Akademie

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